Shell Beach: Kinderstube für Meeresschildkröten

26.03.2021 Durch Julia Hövelkamp.

Guyana gilt als Traumdestination für Ökotouristen. Nachhaltigkeit ist in dem kleinen südamerikanischen Land kein Schlagwort, sondern Lebensweise. Jedes Mal, wenn man die Hauptstadt Georgetown verlässt, taucht man ein in ein einzigartiges Abenteuer. Wildlife spielt hier die dominierende Rolle, sind doch über 80 Prozent des Landes mit primärem Regenwald bedeckt.

Auch wenn die Mehrheit der rund 740.000 Einwohner Guyanas an der Küste lebt, so gibt es auch hier, in direkter Nähe zum Atlantik riesige Weiten, die völlig unerschlossen sind. Zum Beispiel die Shell Beach Protected Area, die sich auf rund 120 Kilometern die Küste entlang zieht. Shell Beach besteht aus mehreren Stränden, die in der Barima-Waini Region nahe der Grenze zu Venezuela am Atlantik liegen.

Einen Teil dieses geschützten Strand- und Wattabschnitts (Almond Beach) nutzen vier der acht vom Aussterben bedrohten Meeresschildkrötenarten als Nistplatz. Von März bis August finden sich an diesem zwei Kilometer langen Teilstück Lederschildkröten, Grün- und Karettschildkröten sowie Oliv-Bastardschildkröten ein, um ihre Eier abzulegen. Glücklicherweise sind alle vier Arten in Guyana per Gesetz geschützt.

Die Guyana Protected Areas Commission erklärte Shell Beach im Jahr 2011 zum Schutzgebiet. Seitdem setzen sich Ranger in Zusammenarbeit mit der Guyana Marine Conservation Society und lokalen indigenen Gemeinschaften für die Erhaltung der einzigartigen Ökosysteme ein.

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Autorin: Julia Hövelkamp. (8 posts) 

Julia ist bei OTT Ansprechpartnerin für die Kunden im deutschsprachigen Markt. Sie ist in der PR und Social Media zu Hause und liebt es, neue Länder und Kulturen zu erkunden. Sie bringt immer ein kleines Andenken von ihren Reisen zurück.